Geschichte

1951 schlossen sich die ländlichen Heimvolkshochschulen, die von der katholischen und evangelischen Kirche sowie den Bauernverbänden getragen wurden, zum Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum e.V. zusammen.

Ziel war es, den Menschen auf dem Land nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus eine wertorientierte Weiterbildung zu ermöglichen, die auf den demokratischen Grundwerten beruht. Bildung sollte nicht länger das Privileg einiger weniger sein, sondern demokratisch vermittelt werden: unabhängig von Herkunft und Stand, für alle Menschen frei zugänglich – auch für diejenigen auf dem Lande. Denn Bildung ist eine wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg ganzer Regionen und für die Teilhabe und Teilnahme am gesellschaftspolitischen Leben.

Seitdem bauen die heute 44 Bildungszentren Netzwerke in Dörfern und Gemeinden auf und bestärken junge wie ältere Menschen, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren.

Die Bildungszentren im ländlichen Raum, auch bekannt als „Heimvolkshochschulen“, stehen in der skandinavischen Tradition, die im 19. Jahrhundert von dem Theologen und Pädagogen Nikolai Severin Frederik Grundtvig begründet wurde.